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Info-brief 04/2018

Nach dem (abgesagten) Konzert ist vor dem Neujahrskonzert…!

Es hat sehr weh getan, liebe Freundinnen und Freunde, aber es gab leider nur diese Alternative: Das Novemberkonzert musste zum Leidwesen aller Beteiligten abgesagt werden.

Bereits im Vorfeld zeichnete sich ab, dass der Verkauf für die Veranstaltung außerordentlich schwächelte. Und dabei lief seitens des Freundeskreises, aber auch seitens des Orchesters alles so wie auch sonst: Der Termin erschien in den Programmen, die Homepage des Nikolaisaals wies, engagiert wie immer, auf das Ereignis hin, die Plakate und Flyer wurden von unserem Mitglied Jürgen Bludowsky zeitgerecht erstellt und gedruckt, Susann Herms, Fred Zander und andere Mitglieder bepflasterten wie immer Geschäfte und behördliche Institutionen mit diesen Druckerzeugnissen, in der Polizeibehörde wurde über das Intranet für das Konzert geworben, der Orchesterleiter, unser Mitglied Christian Köhler, sorgte mit der Beantwortung von Presseanfragen, aber auch eigeninitiativ unter Nutzung seiner vielfältigen Verbindungen für zahlreiche Veröffentlichungen.

Und dennoch diese Flaute im Vorverkauf. Lag es vielleicht am Donnerstag, der nicht angenommen wurde? Oder lag es an einer ungünstigen Häufung ähnlicher oder vergleichbarer Angebote im Nikolaisaal und anderen Veranstaltungsorten in diesem Zeitraum? Für Spekulationen bietet diese Erst- und Einmaligkeit viel Raum…

Wir, d.h. der Vorstand und die Orchesterleitung, haben uns die Entscheidung nicht leicht gemacht, aber wir konnten den Verein nicht sehenden Auges in die Pleite gleiten lassen. Es musste eine Art „Notbremse“ gezogen werden, die uns durch das entgegenkommende Verhalten des Nikolaisaals und der Polizeibehörde erleichtert wurde.

Und jetzt volle Konzentration auf das nächste Konzert, unsere traditionelle Neujahrs-Matinee am
Sonntag, den 27. Januar 2019, 11.00 Uhr
im Nikolaisaal Potsdam,
mit Ute Beckert und
Solisten des Orchesters

100 Jahre UFA
Das Filmschlager Neujahrskonzert.

Wir lassen uns nicht unterkriegen – nach einer Enttäuschung kommt über eine vorübergehende Ernüchterung das bestätigende Hochgefühl!

Monatstreffen des Freundeskreises

Wir müssen Ihnen/Euch noch eine wenig erfreuliche Mitteilung machen: Die für den 23. November vorgesehene und geplante Jahresabschlussfeier muss leider entfallen. Der Grund liegt ausschließlich in der finanziellen Situation unseres Vereins. Wir haben es maßgeblich unserer Schatzmeisterin, Renate Quirin, zu verdanken, dass wir trotz der immensen Ausgaben für die von uns veranstalteten Konzerte immer noch einen kleinen Spielraum haben. Darüber hinaus wären schon die letzten Konzerte kaum möglich gewesen, wenn nicht der eine oder andere Spender bereit gewesen wäre, den Verein und seine Aufgaben zu unterstützen. Aber die Jahresabschlussfeier im üblichen Rahmen, können wir nicht mehr stemmen.

Statt dessen treffen sich die Mitglieder zu ihrer letzten Zusammenkunft in diesem Jahr, und zwar am

Di., 04.12.2018, 16.00 Uhr, Potsdam Museum
Historisches Spielzeug; Monika Krüger und Hannes Wittenberg zei-gen ausgewählte Exponate.
Unkosten für Vortrag, Kaffe und Kuchen 8,- Euro.
Potsdam Museum, Am Alten Markt 9, 14467 Potsdam

Di., 05.02.2019, 16.00 Uhr, Jahreshauptversammlung
Im Februar 2019 stehen Neuwahlen für den Vorstand des Freundeskreises an. Wie angekündigt, wird der bisherige Vorstand in diesen Funktionen nicht mehr zur Verfügung stehen.
„Alter Stadtwächter“, Schopenhauerstraße 33, 14467 Potsdam

Di., 05.03.2019, 16.00 Uhr, Mitgliedertreff
Neue Musiker des LPO zeigen ihr Können. Der Orchesterleiter, wird die im vergangenen Jahr neu eingestellten Musiker vorstellen – und diese bringen ihre Instrumente mit!
„Alter Stadtwächter“, Schopenhauerstraße 33, 14467 Potsdam

WAS SONST NOCH WAR

Am 4. September eröffneten wir im Biergarten des Restaurants „Alter Stadtwächter“ die Saison 2018/2019. Untermalt wurde dieses erste Treffen nach der Sommerpause von einigen Musikern des LPO, die sich in ihrer Freizeit kostenfrei zu einer „Kleinen Blasmusik“ zusammenfanden und „Groß“ aufspielten.

„Anekdoten über Musiker und andere Künstler“ schilderte uns am 2. Oktober Wolfgang Fabian, der zusammen mit seiner Frau Charis Schwinning das Treffen bereicherte. Charis Schwinning ist gelernte Orgelbautischlerin und studierte Restauratorin, darüber hinaus ist in unserer Region eine bekannte Malerin. Ihre farbintensiven Blumenmotive waren in unzähligen Ausstellungen, auch im Ausland, zu sehen. Ihr Mann, der 1959 in Potsdam geborene Autor Wolfgang Fabian, war zehn Jahre Buchhändler. Beide leben in dem zu Potsdam gehörenden Dorf Kartzow. Über seine Heimatstadt verfasste Fabian das Buch „Potsdam. Die Stadt. Die Könige und ihre Besucher.“ Die vorgetragenen Erzählungen und Anekdoten trugen zur Belustigung und gehobenen Unterhaltung bei.

Der Mitgliedertreff im November (06.11.) war überlagert von der Situation des schleppenden Vorverkaufs für das bevorstehende Konzert am 15. November. Neben dem derzeitigen Orchesterleiter, Christian Köhler, war es vor allem der frühere Orchesterleiter, Peter Brünsing, die bedeutsame und in die Zukunft gerichtete Aussagen und Ratschläge an die Mitglieder des Freundeskreises richteten. Jedoch zeichnete sich an diesem Nachmittag bereits ab, dass wir das Konzert würden absagen müssen. Die Entscheidung fiel dann am 08.11.2018.

Eine große Party

Liebe Freundinnen und Freunde der konzertanten Blasmusik, 

wer nicht dabei sein konnte hat ein Ausnahmekonzert  verpasst. Der Nikolaisaal in Potsdam war gut ausgelastet und das LPO Brandenburg bot unter der Leitung seines Dirigenten Christian Köhler ein Programm, das den Namen Jubiläumsgala verdiente. Bis zur Pause bot das Orchester Melodien aus den zurückliegenden 20 Jahren seit der Zusammenlegung der beiden Polizeiorchester Brandenburgs, Frankfurt/Oder und Potsdam.
 
Nach der Pause übernahm der junge Entertainer und Gesangssolist Michael Heller die Regie – das Orchester begleitete ihn bei einer Reihe von Songs aus bekannten Musicals, wie Starlight Express, Der Glöckner von Notre Dame und vielen anderen großen Interpreten. Dabei tanzte er auf der Bühne so elegant und mitreißend, dass der Saal im wahrsten Sinne bebte. Standing Ovation war der Dank an einen begnadeten Künstler.
 
Hier ein paar fotografische Einblicke in dieses Konzert:

 

Liebe Mitglieder des Freundeskreises,

die Jubiläumsgala ist vorbei und ich muss sagen: In 7 Jahren habe ich so eine ausgelassene Stimmung im Nikolaisaal nicht erlebt. Es war weniger ein Konzert oder eine Gala, gerade im zweiten Teil war es ja eine große Party.

Im Namen des LPO Brandenburgs, im Namen von Michael Heller und auch von mir ganz persönlich, herzlichen Dank dem Freundeskreis für die Veranstaltung dieses Events, das uns allen lange im Gedächtnis bleiben wird.  Ihr alle habt dieses Konzert zu etwas ganz besonderem und einmaligen gemacht.

Beste Grüße, Ihr/Euer
Christian Köhler

 

Das nächste Konzert dieses wunderbaren Ensembles sollte man sich schon mal vormerken. Es findet ausnahmsweise einmal an einem Donnerstag statt, und zwar 
am 15. November 2018, 19:00 Uhr 
im Nikolaisaal Potsdam

Motto: Solo für das Landespolizeiorchester

Das LPO Brandenburg ehrt seine Solisten und Hans Ahrens
Herzliche Grüße,
Jörg Kramer

Jubiläumsgala feat. Michael Heller

Freitag, der 07.09.2018 – 19:00 Uhr – Nikolaisaal Potsdam
Jubiläumsgala LPO Brandenburg feat. Michael Heller

Das Landespolizeiorchester Brandenburg besteht seit 20 Jahren!

20 Jahre jung wird in diesem Jahr das aus den beiden brandenburgischen Polizeiorchestern in Frankfurt/Oder und Potsdam fusionierte Landespolizeiorchester Brandenburg. Grund genug kräftig zu feiern – am Besten mit einer Jubiläumsgala und einem Superstar seines Genres.

Michael Heller
Michael Heller

Der Freundeskreis des LPO Brandenburg e.V. hat den deutschen Sänger und Entertainer Michael Heller eingeladen. Mit diesem hat das LPO in der Vergangenheit bereits zwei ausverkaufte Konzerte in der Berliner Columbiahalle und im brandenburgischen Storkow gegeben. Michael Heller, egal ob er Hauptrollen in den großen Musicalshows wie „Tanz der Vampire“, „Hairspray“, „Flashdance“, „Fame“, „Grease“ oder „Saturday Night Fever“ verkörperte oder in Shows wie „Wetten, dass?“, „ZDF-Fernsehgarten“ oder „Willkommen bei Carmen Nebel“ auftrat – immer wieder reißt der Publikumsliebling das Auditorium im Saal von den Sitzen. Auf dem Programm stehen Klassiker der Musicalgeschichte, genauso wie Poparrangements von Robbie Williams oder Michael Jackson.

Im ersten Teil des Konzertes wird es eine musikalische Zeitreise durch die letzten, spannenden, 20 Jahre geben.

Tickets zu diesem exklusiven und in dieser Form einmaligen Konzert sind erhältlich an der Vorverkaufskasse des Nikolaisaals unter der Nummer 0331-28 888 28.

Ticketpreise:
25 / 22 / 19 / 16 / 5€
Ermäßigung für Schwerbehinderte, Kinder, sowie Studenten bis zum 26. Lebensjahr

Veranstalter des Konzertes:
Freundeskreis des Landespolizeiorchesters Brandenburg e.V.

Jörg Kramer
freundeskreis-lpo.bb@email.de

Sommerfest 2018

Liebe Mitglieder des Freundeskreises,
liebe Musiker und Veteranen des Landespolizeiorchesters Brandenburg,

wir weisen Sie hiermit auf unser Sommerfest hin:

am Freitag, dem 15. Juni 2018, 15.00 Uhr
im Biergarten des Restaurants „Alter Stadtwächter“
Schopenhauerstraße 33, 14467 Potsdam

Wir freuen uns auf einen regen Austausch unter den Mitgliedern, Freunden und den Musikern zur Vertiefung und Festigung der immer freundschaftlichen Beziehung zwischen dem Landes-Polizei-Orchester und dem Freundeskreis.

Um diesem Ansinnen einen möglichst großen Freiraum zu geben, verzichten wir in diesem Jahr auf ein starres Rahmenprogramm. Vielleicht wird es aber doch eine Überraschung geben, die Sie noch fröhlicher stimmen wird.

Wir freuen uns auf Sie,
Der Vorstand

Freundeskreistreffen am 08.05.2018

Musikalischer Tausendsassa beim Freundeskreis

Zur gewohnten Zeit, am gewohnten Ort traf man sich, um sich mal wieder zu treffen und auszutauschen. Das Wetter war fantastisch, und alle, die schon etwas eher da waren, nutzten die Gelegenheit, um sich im Garten bei Cola, Eis, Kaffee, Kuchen oder einem erfrischenden Hopfengetränk auf die Veranstaltung vorzubereiten.

Um 16 Uhr war es auch soweit. Nach der Begrüßen durch unseren Vereinsvorsitzenden, Jörg Kramer, gab es einen Gedichtvortrag von Harald Böhme. Der Mai aus „Die 13 Monate“ von Erich Kästner. Passend zum aktuellen Monat, der dort als „Mozart des Kalenders“ betitelt wurde, gelang ihm damit auch die Überleitung zu Dorian Pfefferkorn. Kein Mozart, aber doch schon ein musikalischer Tausendsassa.

Dorian

Dorian ist der FSJ-ler im LPO. Wir, als Freundeskreis, ermöglichen es ihm, dieses Freiwillige Soziale Jahr zu erleben. Ja, erleben. Denn was er alles erlebt hat, davon berichtete er. Wie einmalig dieses FSJ beim LPO ist, dass er eigenverantwortlich arbeiten, kreativ sein kann, voll gefordert wird, seine Leistungen Beachtung und Anerkennung finden, dass er dem Freundeskreis dankbar ist, welcher ihm diese Möglichkeiten bietet.

Dorian erzählte uns von seinem musikalischen Werdegang und von seinen Zielen; dass er neben dem Schlagwerk auch noch Tuba, Bassgitarre und Klavier spielt und darüber hinaus Musikstücke arrangiert, erwähnte er nur so nebenbei – ein Alleskönner, Allrounder, Generalist, Multitalent, ein Tausendsassa eben.

Alles Multimedia

Höhepunkt war das multimediale Ereignis mit Dorian hoch 6! Hoch 6 soll heißen, dass er sechs verschiedene Percussionsinstrumente digital aufgenommen, rhythmisch synchronisiert und als Videoclip abgespielt hat. Er war auf der Leinwand zu sehen und zu hören und spielte dann noch live auf dem Xylophon „Tico Tico“. Sein 30-minütiger Vortrag verlief wie im Fluge, kurzweilig und sehr unterhaltsam. Als Zugabe erklang dann noch die Tritsch-Tratsch-Polka (op. 214) von Johann Strauss.

Danke Dorian für die interessanten Ausführungen. Der Freundeskreis wird sich auch weiterhin dafür einsetzen, jungen Menschen die Chance für ein Freiwilliges Soziales Jahr zu ermöglichen.

Thomas Petersdorf

Mitglieder-Treff im April 2018

Am 3. April referierte unser Mitglied im Freundeskreis, Harald Böhme, beim Mitglieder-Treff im Restaurant „Alter Stadtwächter“ zum Thema „Potsdams Schlösser und seine Herrscher“

Harald Böhme
Harald Böhme

Er begann seine Ausführungen mit folgenden Worten: „Immer, wenn ich in Ihre wunderschöne Stadt Potsdam komme, bin ich fasziniert von der Umgebung, den Bauten und den Schlössern. Ich beneide Sie und will Sie nicht mit Geschichtszahlen belasten, sondern erzählen, warum Ihre Stadt so einen besonderen Eindruck auf die Hohenzollern machte.“

Sodann begann er mit dem Stadtschloss:

Angefangen hat es im 17. Jahrhundert. Der Große Kurfürst Friedrich Wilhelm, verheiratet mit der oranischen Prinzessin Luise Henriette, hatte einen welterfahrenen Berater, Johann Moritz von Nassau-Siegen, der seinen Herrscher auf das herrliche Land aufmerksam machte und es als ein Paradies bezeichnete. Dieses Stadtschloss mit einem übersichtlich gegliederten Hauptbau und 2 niedrigen Seitenflügeln folgte der holländischen Bautradition. Um die Stadt herum wurde ein Kranz von Lustschlössern gebaut. Von diesen Lustschlössern ist nur das Schloss Caputh für die 2. Ehefrau des Großen Kurfürsten Dorothea (Giftmischerin) erhalten.

Potsdam wurde Fürstenstadt bis 1918. Der Bogen spannt sich von den Maßnahmen des eben erwähnten Großen Kurfürsten zur Landesverschönerung zu dem barocken Glanz König Friedrich I in Preußen. Als Zeichen seiner Königswürde ließ er von dem Architekten Jean de Boldt am Stadtschloss das Fortunaportal.

Der König liebte es mit seiner Luxusjacht Bootsfahrten von Schloss zu Schloss zu unternehmen. Selbst vom Schloss Charlottenburg in Berlin konnte man auf dem Wasserweg nach Potsdam gelangen und von dort weiter bis nach Caputh fahren. Der Sohn des 1. Königs, König Friedrich Wilhelm I, hatte mit Potsdam nichts im Sinn, bis auf die Schaffung des holländischen Viertels für die holländischen Glaubensflüchtlinge und dass jeder Hausbesitzer eine Dachkammer für seine „Langen Kerls“ zur Verfügung stellen musste. Er selbst residierte in den Wintermonaten im Berliner Stadtschloss und in den Sommermonaten im Jagdschloss Königswusterhausen, denn es musste während seiner Regierungszeit von 1713 bis 1740 der hinterlassene marode Staatshaushalt saniert werden. Ein Schloss wurde errichtet, nämlich das Jagdschloss am Stern, im holländischen Stil mit einem ausgedehnten Jagdrevier.

Gespanntes Lauschen
Gespanntes Lauschen

Einen Höhepunkt in der Stadtentwicklung setzte nun Friedrich II, später, nach dem siebenjährigen Krieg, der Große genannt, mit der Königin aller Potsdamer Schlösser, Schloss Sanssouci.

1744 ließ dieser König am sogenannten „Wüstenberg“ vor den Toren der Stadt einen Weinberg anlegen. Von der obersten Terrasse hatte man einen weiten Ausblick tief in die Havellandschaft hinein. Von 1745 bus 1747 wurde dieser herrliche Prachtbau von Georg Wenzeslaus von Knobelsdorff errichtet, weil Friedrich II Potsdam als 2. Residenzstadt gewählt hatte und auch am Stadtschloss Umbauten durchführen ließ. Bedeutend sind der Marmorsaal (Mittagstafel), das Konzert- und Voltairezimmer, die Bibliothek, die Königswohnung. 1747 wurde die Orangerie nach den Plänen von Knobelsdorff gebaut, die später für Gäste als die Neuen Kammern durch Georg Christian Unger umgebaut wurden. Besonders erwähnenswert ist der Jaspissaal (Festsaal), der größte Raum.

Dieses Schloss sollte Ausdruck seiner Macht als „der Große“ sein, das Preußen trotz der 3 Kriege, besonders nach dem siebenjährigen Krieg, nicht untergegangen ist und die finanziellen Mittel auch vorhanden waren. Die berühmten Marmor- und Grottensäle und die wiederhergestellten Fürstenwohnungen und das Theater sind Zeugnisse von Pracht und Ruhm. Der letzte deutsche Kaiser, Wilhelm II, wohnte mit seiner Familie jedes Jahr seiner Regentschaft von 1888 bis 1918 in den Sommermonaten dort, und Schloss Sanssouci war nur Schauplatz besonderer Festlichkeiten , u. a. der 90. Geburtstag des Hofmalers Adolph von Menzel. Im übrigen hat Königin Elisabeth-Christine nie das Schloss gesehen.

Nicht unerwähnt lassen möchte ich das Chinesische Teehaus, den Ruinenberg, das Belvedere auf dem Klausberg, den Freundschafts- und Antikentempel eingefügt in die weitläufige Parklandschaft.

König Friedrich Wilhelm II, der Neffe, auch Lüderjan genannt, hielt nicht viel von den Schlössern seines ungeliebten Onkels. Außerdem war eine neue Zeit im Baustil angebrochen, der Klassizismus, und so wollte er eine lauschige Residenz haben, um seinen amourösen Abenteuern nachzukommen.

Es wurde ein neuer Garten geschaffen, umgrenzt vom Jungfernsee, der Havel und dem Heiligensee, und so wurde zwischen 1787 und 1791 das Marmorpalais von Carl von Gontard geschaffen, die Gestaltung der Innenräume übernahm Gotthard Langhans mit entscheidender Beratung von Erdmannsdorf. Da auch die Pfaueninsel nicht weit weg lag (4 km) wurde 1794 das kleine Schloss vom Holzzimmermeister Brende besonders für die Gräfin Lichtenau errichtet. Später war es eines der Sommerlieblingsresidenzen der Königin Luise. Und somit sind wir auch schon bei ihrem Gatten, König Friedrich Wilhelm III. Dieser Monarch lebte mit der Familie sehr bescheiden, errichtete nur den Landsitz in Paretz, wohnte im Haus des Königs, das heutige Kronprinzenpalais Unter den Linden, bemühte sich aber mit Hilfe von Gilly und Schinkel den Bestand der Residenzen zu sichern und zu erhalten und erlaubte seinen Söhnen, dem späteren König Friedrich Wilhelm IV Prinz Carl und späteren 1. Deutschen Kaiser, Schloss und Parkanlagen in und um Potsdam zu erschaffen. So entstanden Charlottenhof, Glienicke und Babelsberg. Schinkel und Lenné (Gartenarchitektur) waren die Geheimtipps, und da auch Friedrich Wilhelm IV, verheiratet mit einer bayerischen Prinzessin, Elisabeth, Tante der späteren Kaiserin Sissi, war auch zugleich ein Romantiker auf Preußens Thron und Architekturkenner der ideale Auftraggeber zu Stelle. Schloss Charlottenhof, genannt nach der früheren Eigentümerin des Landgutes Maria Charlotte von Gentzkow, wurde ab 1826 als Kronprinzenwohnung umgebaut mit seinen Erweiterungen bis ca. 1839 unter Schinkel und Persius.

Unweit vom Charlottenhof liegt die Gebäudegruppe der Römischen Bäder zwischen 1829 bis 1844. Auch Sanssouci erhielt Erweiterungen. Nahtlos fügten die neugestalteten Flügel sich an das Schloss an. Im Ostflügel wurde die neue großzügige Schlossküche untergebracht, der Westflügel war für Logierzimmer für Hofdamen und Fremde, als Damenflügel vorgesehen.

König Wilhelm I, der erst spätere Kaiser ab 1871, schuf keine neuen Schlösser mehr, er hatte sein Babelsberg, bewohnte es regelmäßig, sofern er nicht im Krieg war, in den Sommermonaten mit seiner Gemahlin Augusta aus dem Hause Weimar.
Die erste Phase war 1835 abgeschlossen, die zweite Bauphase begann 1840 und endete mit allen Zusatzbauten im Park von Babelsberg erst nach 1873, weil immer noch ein Gebäude, zum Schluss der Flatowturm, hinzukam. Fürst Pückler, der mit der Königin/Kaiserin befreundet war, ergänzte die Lennésche Parkanlage nach seinen Ideen. 1888, im März, starb Wilhelm I, und sein Sohn, der 99 Tage Kaiser, verheiratet mit Prinzessin Royal Viktoria von England, wählte den Ort Bornstedt als Sommersitz und ließ das Bornstedter Gutshaus nach ihrem Geschmack umbauen.

Tiefgreifende, von Aufträgen des Kaiserhauses getragene künstlerische Entwicklungen hat es in den Jahren zwischen 1871 bis 1918 nicht gegeben, bis auf das letzte Schloss Cecilienhof, von 1913 bis 1917 gebaut, zu Ehren der Kronprinzessin Cecilie im Neuen Garten, die vorher im Marmorpalais wohnten, wenn die Kronprinzliche Familie in Potsdam war. Architekt war Paul Schultze-Naumburg.

Nach dem 1. Weltkrieg und langen Verhandlungen gingen 75 Schlösser und Gärten in den Besitz des Staates Preußen über, 39 verblieben beim ehemaligen Königshaus. 1947 wurde von den Alliierten der Staat Preußen endgültig aufgehoben, dann kam 1949 die DDR, viele Bauten verfielen und der Glanz war erloschen. 1960 wurde das Stadtschloss gesprengt, und nun beginnt wieder mit vielen Mühen eine neue Ära; es bleibt noch viel zu tun, die Restaurierungsarbeiten werden sich bis in das nächste Jahrzehnt hinziehen.

Harald Böhme stand nach seinem mit viel Beifall bedachten Vortrag noch zur Beantwortung von Fragen zur Verfügung.

Landespolizeiorchester Brandenburg ehrt eine große Entertainerin: Barbra Streisand

Liebe Freunde der konzertanten Blasmusik,
das Landespolizeiorchester Brandenburg

ehrt eine große Entertainerin: Barbra Streisand

Sonntag, 15. April 2018 18:00 Uhr
Großer Saal | Klassik Das LPO ehrt eine große Entertainerin
Landespolizeiorchester Brandenburg
Christian Köhler, Dirigent
Eileen Manneck, Gesang

J. Styne: People
A. Lloyd-Webber: All I ask of you
M. Hamlisch: The way we were
B. Streisand: Evergreen
u.a.

1942 in Brooklyn geboren, wurde Barbra Streisand die wohl bekannteste US-amerikanische Sängerin, Schauspielerin und Regiesseurin. Ihren Durchbruch erzielte sie 1968 mit dem Film „Funny Girl“ – danach wurde sie zu einer mehrfach mit Oscars und Grammys ausgezeichneten Persönlichkeit. Sie ist die einzige Künstlerin, die in sechs aufeinanderfolgenden Jahrzehnten mit jeweils mindestens einem Album auf Platz 1 der US-Charts landete.

Das LPO widmet sich an diesem Abend im ersten Teil hinleitend Musik aus Musical- und Filmklassikern – im zweiten Teil des Programms ihrem großen Oeuvre.

Veranstalter
Freundeskreis des Landespolizeiorchesters Brandenburg e.V.

Rhythmus im Blut — Das Neujahrskonzert 2018

Unter dem Motto “ Rhythmus im Blut “ fand am 25.02.2018 das Neujahrskonzert des LPO Brandenburg, veranstaltet durch den Freundeskreis des LPO, unter der Leitung seines Chefdirigenten Christian Köhler statt.

Das LPO unter der Leitung seines Chefdirigenten Christian Köhler

Mit schwungvollen Rhythmen, aber manchmal auch besinnlichen Tönen, begeisterte das Orchester das Publikum. Dieses dankte dem LPO mit tosendem Beifall. Viel zu schnell war die erste Hälfte des Konzertes vergangen. Das lateinamerikanische Festival mit Titeln wie Copacabana, Spain, Carioca, Tico-Tico waren ebenso stimulierend wie die Herb Albert Selection mit dem fantastischen Solo-Trompeter Scott Reynolds.

Solo-Trompeter Scott Reynolds und das LPO

Nach einer kleinen Pause trat dann die Potsdamer a-capella Boy-Group, „Das Hohe C“ unter Leitung von Jan Lehmann auf. Mit voll aus dem Leben gegriffenen Liedern, wie Lauch, Homebanking, König von Potsdam – oder vielleicht auch nur dem Nikolaisaal – und Er gehört zu mir trafen sie vielfach den Nerv der Konzertbesucher und brachten so manchen zum Schmunzeln, Lachen und freudigen Mitklatschen. Zu Recht tragen sie in ihrem Namen Das Hohe C. Waren in ihren Titeln doch viele hohe Töne zu hören. Aber auch Basstöne (Probier’s mal mit ´nem Bass) kamen nicht zu kurz, versteht man dabei ja auch die Texte besonders gut. Sie durften nicht die Bühne ohne Zugabe verlassen. Das zeigte uns, dem Publikum hat der Konzertbeitrag der Boy-Group gefallen.

Das Hohe C – Jan, Daniel, Klaus und Karim

Abschließend erfreute uns noch einmal das Landespolizeiorchester mit Lateinamerikanischen Tänzen, Mambo Inn und Gloria Estefan-Höhepunkten. Mit großer Begeisterung bedankte sich das altersmäßig stark gemischte Publikum, unter ihnen auch Polizeipräsident Hans-Jürgen Mörke, beim Orchester, welches auch nicht ohne Zugabe von der Bühne gelassen wurde und uns abschließend die „Brandenburg-Hymne“ zelebrierte.

Thomas Petersdorf moderiert das LPO

Gern hätte man dem LPO sowie seinem gut aufgestellten und unterhaltsamen Moderator Thomas Petersdorf weiter zugehört. Da der nächste Veranstalter schon vor den Türen wartete, war dies leider nicht mehr möglich.

Großer Betrieb im Voyer

Rundherum war es ein äußerst gelungenes Konzert. Das wünschen wir uns auch für das Konzert am 15. April 2018, 18.00 Uhr.

Silvia Zander