Schlagwort-Archive: Potsdam

Rhythmus im Blut — Das Neujahrskonzert 2018

Unter dem Motto “ Rhythmus im Blut “ fand am 25.02.2018 das Neujahrskonzert des LPO Brandenburg, veranstaltet durch den Freundeskreis des LPO, unter der Leitung seines Chefdirigenten Christian Köhler statt.

Das LPO unter der Leitung seines Chefdirigenten Christian Köhler

Mit schwungvollen Rhythmen, aber manchmal auch besinnlichen Tönen, begeisterte das Orchester das Publikum. Dieses dankte dem LPO mit tosendem Beifall. Viel zu schnell war die erste Hälfte des Konzertes vergangen. Das lateinamerikanische Festival mit Titeln wie Copacabana, Spain, Carioca, Tico-Tico waren ebenso stimulierend wie die Herb Albert Selection mit dem fantastischen Solo-Trompeter Scott Reynolds.

Solo-Trompeter Scott Reynolds und das LPO

Nach einer kleinen Pause trat dann die Potsdamer a-capella Boy-Group, „Das Hohe C“ unter Leitung von Jan Lehmann auf. Mit voll aus dem Leben gegriffenen Liedern, wie Lauch, Homebanking, König von Potsdam – oder vielleicht auch nur dem Nikolaisaal – und Er gehört zu mir trafen sie vielfach den Nerv der Konzertbesucher und brachten so manchen zum Schmunzeln, Lachen und freudigen Mitklatschen. Zu Recht tragen sie in ihrem Namen Das Hohe C. Waren in ihren Titeln doch viele hohe Töne zu hören. Aber auch Basstöne (Probier’s mal mit ´nem Bass) kamen nicht zu kurz, versteht man dabei ja auch die Texte besonders gut. Sie durften nicht die Bühne ohne Zugabe verlassen. Das zeigte uns, dem Publikum hat der Konzertbeitrag der Boy-Group gefallen.

Das Hohe C – Jan, Daniel, Klaus und Karim

Abschließend erfreute uns noch einmal das Landespolizeiorchester mit Lateinamerikanischen Tänzen, Mambo Inn und Gloria Estefan-Höhepunkten. Mit großer Begeisterung bedankte sich das altersmäßig stark gemischte Publikum, unter ihnen auch Polizeipräsident Hans-Jürgen Mörke, beim Orchester, welches auch nicht ohne Zugabe von der Bühne gelassen wurde und uns abschließend die „Brandenburg-Hymne“ zelebrierte.

Thomas Petersdorf moderiert das LPO

Gern hätte man dem LPO sowie seinem gut aufgestellten und unterhaltsamen Moderator Thomas Petersdorf weiter zugehört. Da der nächste Veranstalter schon vor den Türen wartete, war dies leider nicht mehr möglich.

Großer Betrieb im Voyer

Rundherum war es ein äußerst gelungenes Konzert. Das wünschen wir uns auch für das Konzert am 15. April 2018, 18.00 Uhr.

Silvia Zander

Gedenkkonzert für Hans Ahrens am 21.02.2015

Aus Anlass des Todes unseres Ehrenmitglieds Hans Ahrens veranstaltete der Freundeskreis des Landespolizeiorchesters am 21.02.2015 im Nikolaisaal Potsdam ein Gedenkkonzert.

Ausführende waren das Landespolizeiorchester Brandenburg, der Potsdamer Männerchor, die Sopranistin Ute Beckert sowie der Dresdener Tuba-Virtuose, Prof. Jörg Wachsmuth. Neben dem Chefdirigenten, Christian Köhler, dessen Vertreter, Jürgen Bludowsky, dem früheren Dirigenten, MD Peter Brünsing, hatte zeitweilig auch der ehemalige Leiter des Potsdamer Männerchors, Roland Reuter, die Stabführung inne. Unter der Moderation von Thomas Petersdorf kamen mehr als 25 verschiedene Musikstücke zur Aufführung, die alle von Hans Ahrens komponiert bzw. arrangiert worden waren.

Das Konzert begann mit Beethovens „Egmont-Ouvertüre“, es folgten eine Reihe von Tänzen unterschiedlicher Komponisten, u.a. „Die Tänzerin von Sevilla“ mit dem Xylophon-Solisten Uwe Wolf, sodann ein Medley aus „My Fair Lady“ mit Ute Beckert und Potsdamer „Sanssouci-Weisen“. Der Potsdamer Männerchor marschierte anschließend unter den Klängen des „Fliegermarschs“ auf die Bühne, sang ein Potpourri deutscher Volkslieder und zum Abschluss des ersten Konzertteils zusammen mit dem gut gestimmten Publikum die „Märkische Heide“.

Nach der Pause standen so unterschiedliche Komponisten wie George Gershwin, Leonard Bernstein, Robert Stolz,Carl Teike, James Last u.a. im Fokus, alles bearbeitet von Hans Ahrens und brillant vorgetragen von den Akteuren des Nachmittags. Besondere Erwähnung muss noch der Csárdás des italienischen Komponisten Vittorio Monti finden. Er wird gewöhnlich auf der Violine, der Mandoline oder dem Klavier gespielt, seltener auf der Tuba. Das durften die Besucher im Nikolaisaal erleben – und sie waren begeistert von der Virtuosität des Solisten Jörg Wachsmuth, der auch noch eine Zugabe spielte.

In gewohnter Professionalität musizierte das LPO seinen Part und befriedigte damit das sehr gemischte Publikum sowohl mit dem traditionellen Repertoire als auch mit eher symphonischer Blasmusik. Die Sopranistin Ute Beckert brillierte in rotem Gewand mit ihren Beiträgen ebenso wie der Tubist Jörg Wachsmuth, der in früheren Jahren selbst im Polizeiorchester Potsdam spielte. Der Potsdamer Männerchor bereicherte das Programm mit akkuratem Auftritt und melodischem Klang und führte das Publikum mit der „Brandenburg-Hymne“ zu einem ersten musikalischen Höhepunkt. Wäre noch die gekonnte Moderation von Thomas Petersdorf zu erwähnen, der sich, wie üblich gut vorbereitet, mit anschaulicher Verbindung der einzelnen Musikvorträge verdient gemacht hat und das Gedenken an den großen Potsdamer, Hans Ahrens, zu einem würdi- gen und nachhaltigen Erlebnis für alle werden ließ.

— Susann Herms, Mitglied im Geschäftsführenden Vorstand

Der Fernseh- und UKW-Turm Berlin

Monatstreff November 2014

Dank tatkräftiger Unterstützung und großem Einsatz eines Mitgliedes unseres Freundeskreises gelang es Dr. Gerhard Zobel (84) für einem Vortrag über die Planung und den Bau des Berliner Fernsehturms am Alexanderplatz zu gewinnen. Wir waren alle sehr auf seine Ausführungen zur Bauentwicklung in der frühen Zeit der Deutschen Demokratischen Republik (DDR) gespannt.

Zur Person: Nach einem dreijährigen Studium zum Ingenieur für Hochbau arbeitete Dr. Zobel von 1952 bis 1959 als Statiker und als Prüfingenieur für Statik im VEB Hochbauprojektierung Potsdam. Ein sechsjähriges Fernstudium an der TU Dresden schloss er planmäßig 1960 mit dem Diplom für Konstruktiven Ingenieurbau (Dipl.-Ing.) ab.

Dr. Zobel
Dr. Gerhard Zobel © Freundeskreis

Ab 1959 bis 1983 arbeitete er im  Rundfunk- und Fernsehtechnischen  Zentralamt der Deutschen Post in Adlershof als Statiker für hohe funktechnische Bauwerke. Das sind kleine bis größere Türme aus Stahl oder Stahlbeton, aber auch Antennen und Antennenträger aus Stahl. Werden diese aus Stahlseilen gehalten heißen sie Funkmaste, sonst Funktürme. Einer der ersten Funktürme steht in Berlin.

Diese Bauwerke sind vor allem meteorologischen Einflüssen ausgesetzt und müssen entsprechend den Belastungen aus Wind, Sonne und Vereisung statisch berechnet werden. Die Belastungsbestimmung infolge Vereisung war schließlich auch Dr. Zobels Promotionsthema, das er in einem dreijährigen außerplanmäßigen Verfahren 1972 nebenberuflich abschloss.

Nach einer kurzen allgemeinen Information über Türme und deren Funktion gab uns Dr. Zobel einen Überblick über die damalige Fernsehversorgung auf dem Territorium der DDR. Sodann erhielten wir, illustriert durch DIA-Aufnahmen, eine sehr interessante und kompetente Darstellung über die Errichtung des Fernseh- und UKW-Turms Berlin. Wobei Dr. Zobel nicht ohne einen gewissen Stolz verkündete, dass es während der gesamten Bauzeit keinen tödlichen Unfall gegeben hat, und dass das Planziel zur Fertigstellung des Turms, zum 20. Parteitag der DDR im Jahre 1969, erreicht wurde.

Beschreiben kann man unsere Begeisterung, unsere volle Aufmerksamkeit nicht. Wir waren von den Bildberichten und den dazu erklärenden Worten des Herrn Dr. Zobel gefesselt.

Für die Zukunft muss man hoffen, dass der Fernsehturm wieder in ein akzeptables Sanierungsprogramm integriert wird und noch sehr lange ein Wahrzeichen der Stadt Berlin bleiben kann.

Frühlingskonzert im Nikolaisaal Potsdam

Potsdam, 29.04.2012 – Haben wir alles vorbereitet? Es ist Konzerttag. Die Anspannung steigt. Lampenfieber! Gut, dass nicht wir auf die Bühne müssen. Das Frühlingskonzert des Landespolizeiorchesters Brandenburg im Nikolaisaal Potsdam steht auf dem Programm. Für Fragen wie „wird das Haus voll werden (…)“ und „wird die Künstlerin gut angenommen werden“ ist kein Platz mehr.

Die Proben des Landespolizeiorchesters Brandenburg mit der Solistin Ines Agnes Krautwurst hinterließen ein spürbares, nicht zu verleugnendes Knistern. Vor allem wenn sich die leisen, souligen Töne mit der Kraft des Big Band Sounds vereinen.

Unter der Orchesterleitung von Christian Köhler wird das Publikum mit dem ersten Titel in den Bann genommen. Geschickt leitet Köhler sein Orchester und das anwesende Publikum durch den Abend. Neben bekannten Klassikern von Gershwin zeigte Köhler Freude am Experiment mit “Godzilla Eats Las Vegas” und stieß damit auf große Begeisterung bei den Zuhörern. Es bedurfte des Auftritts von Ines Agnes Krautwurst, um dies noch zu steigern. Ihre facettenreiche, kraftvolle Stimme überzeugte und der fast ausverkaufte Nikolaisaal lag ihr zu Füßen!

Der Abend schloss mit  einem Vorblick auf die „QUEEN SYMPHONY“ am 30. Oktober in der Berliner Philharmonie. Einem glücklichen, total erschöpften und stolzen Christian Köhler blieb nur eine mögliche Zusammenfassung des Konzerts: „Es hat mir Spaß gemacht, mit dem Orchester zu musizieren, da sie mit mir auf einer Wellenlänge geschwommen sind, ich in viele bewegte Augen sehen konnte und ich die Pessimisten eines Besseren überzeugen konnte, (…).“

Susann Herms

vom Vorstand des Freundeskreises